Gerade in Zeiten, in denen Unternehmen oft Schwierigkeiten haben, Nachwuchs zu finden, liegt es nahe, eine Ausbildungs- oder Berufsorientierungsmesse zu organisieren. Doch lockt man damit noch jemanden vom Sofa? In Gifhorn schon, denn einen besonderen Ansatz wählten die Organisatoren der Messe „Next Step: Work. deine Zukunft. dein Weg. dein Job.“, die am 10. September in Gifhorn stattfand. 

Zum einen lockte eine ungewöhnliche Location für die Freiluft-Veranstaltung: das internationale Mühlenmuseum. Rund 2400 Jugendliche aus den Abschlussklassen der Schulen im Landkreis tummelten sich auf dem Gelände, vor allem an den Infoständen der 57 Unternehmen, die sich präsentierten. 

Zum anderen richtete sich ein Angebot an die ausstellenden Unternehmen selbst – der sogenannte „Inklusionsstand“. Der Sinn dahinter? „Wir wollten das Netzwerk sichtbar machen, das Arbeitgebende bei der Ausbildung von Jugendlichen mit Einschränkungen unterstützt, und so mögliche Barrieren abbauen“, so Stefan Wäke, als Berufsschullehrer und Leiter der Leitstelle „Region des Lernens“ einer der Hauptorganisatoren. Mitorganisatorin Trixi Poggenburg, zuständig für den Handlungsplan Inklusion für den Landkreis Gifhorn, brachte die EAA ins Spiel, um das Angebot abzurunden. Und so war am „Inklusionsstand“ neben Akteuren wie Lebenshilfe, Agentur für Arbeit oder Jobcenter auch die EAA Braunschweig vertreten und kam mit vielen Unternehmen ins Gespräch. In den kommenden Jahren soll dieses Angebot noch erweitert und optimiert werden – natürlich wieder mit der EAA. 

Anekdote am Rande: Auch Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich machte bei seinem Messerundgang bei der EAA halt und stellte direkt den Kontakt zur eigenen Personalabteilung her, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Sein Fazit: „Da hat sich der Tag doch schon gelohnt.“