Erste konkrete Zusammenarbeit
Eine Land- und Lebensmittelwirtschaft, die Mensch, Tier und Natur respektiert – das wollen die bundesweit mehr als 10.000 im Bioland e.V. organisierten Betriebe. Ein Aspekt dabei ist die „Soziale Landwirtschaft“, die landwirtschaftliche Erzeugung mit sozialer und pädagogischer Arbeit verbindet und auch das Thema Inklusion umfasst. Die schon länger bestehenden Kontakte zu den EAA wurden jüngst vertieft, als Bioland-Fachberaterin Jana Benner das Konzept allen EAA-Standorten offiziell vorstellte. Im Gespräch ließen sich sogleich viele praktische Ansatzpunkte für eine Kooperation finden.
Konkret wurde es bereits im Landkreis Diepholz mit dem Bioland-Betrieb frischeKISTE GmbH & Co. KG, einem Bio-Lieferservice, der Produkte in Bio-Qualität aus der Region für die Region liefert. Wiebke Wiggers aus dem dreiköpfigen Führungsteam war direkt beim nächsten „EAA digital“ zum Thema „Jobcoaching am Arbeitsplatz“ (JobcoachingAP) und war dort völlig richtig. Anschließend brachte sie noch weitere Themen ein wie z. B. Integration nach Probebeschäftigung oder Fördermöglichkeiten bei Vertragsverlängerung von befristet beschäftigten schwerbehinderten Menschen.
Insbesondere der demographisch bedingte Arbeits- und Fachkräftemangel treibt auch die Landwirtschaft um: „Als wachsender Betrieb sind wir immer wieder auf der Suche nach motivierten Mitarbeitenden“, so Wiebke Wiggers, die für viele Wege offen ist: „Ob Probebeschäftigung oder Budget für Arbeit, wir wollen Perspektiven für motivierte und qualifizierte Menschen mit einer Beeinträchtigung schaffen, auch aus den Werkstätten.“ So könnten alle Seiten profitieren. Und die EAA unterstützt natürlich gern weiter. Ein Beispiel, das ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen wird!

